Eine Schule für Sklavenkinder
Missionsprokur St. Gabriel International
Chayang Tajo/Indien: Die Puroik haben kein Eigentum und kein eigenes Familienleben. Sie sind Eigentum der Nyshi. Ein alter Mann kann ein zehnjähriges Mädchen kaufen, Kinder produzieren und diese an einen anderen Nyshi weiterverkaufen.

Seit 200 Jahren leben die Puroik als Sklaven der Nyshi. Natürlich ist auch in Indien die Sklaverei verboten. Aber in Arunachal Pradesh, am Fuß des östlichen Himalayas in abgelegenen Bergtälern haben sich bis heute solche archaischen Gesellschaftsformen erhalten. Seit 2002 arbeiten Steyler Missionare in dieser Gegend und kamen so mit beiden Stämmen in Kontakt. Erschrocken wurden sie mit der grausamen gesellschaftlichen Realität konfrontiert. Die Puroik arbeiten auf den Feldern und in den Häusern der Nyshi 24 x 7 Stunden die Woche. Schon ein fünfjähriges Kind der Nyshi behandelt die Puroik als Sklaven.

Die Ordensmänner werden mit einem wirksamen Mittel dieses Unrechtssystem bekämpfen: Bildung. Sie bauen eine Schule, in der die Kinder beider Volksgruppen unterrichtet werden. Auch die Nyshi wissen, dass dies der einzige Weg für ihre Kinder ist, in unserer modernen Welt bestehen zu können. Dieses Ziel stellen sie höher als die Bewahrung alter Sklavenverhältnisse.

Ihre Spende befreit gleich zweimal: aus der Sklaverei und aus der Armut, die einem Bildungsmangel geschuldet ist.

Über Missionsprokur St. Gabriel International

Die Missionsprokur St. Gabriel International unterstützt Steyler Missionare (Societas Verbi Divini) und Steyler Missionsschwestern (Servarum Spiritus Sancti) in über 80 Ländern. Häufig arbeiten sie in entlegenen und/oder wirtschaftlich benachteiligten Gebieten. Ihre sozialen Einrichtungen, Schulen, Buschkliniken, usw. sind auch dort geschätzt, wo Christen diskriminiert und benachteiligt werden. Motiviert durch ihren christlichen Glauben, dass Gott für alle Menschen ein erfülltes Leben will, setzen sie sich für Arme, Entrechtete und Unterdrückte ein. Das Geschlecht, der Glaube oder die ethnische Zugehörigkeit der Empfänger*innen bzw. Partner*innen spielt keine Rolle.

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